Besonderes Versorgungsprogramm „RhythmusLeben“

Das Bundesgesundheitsministerium zielt auf eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovationen. Was dabei schon heute möglich ist, zeigt „RhythmusLeben“: Das neuartige Versorgungsangebot von der GWQ ServicePlus AG und Preventicus verhindert Schlaganfälle effizient und mit telemedizinischer Hilfe.

Dazu messen Patienten über die App „Preventicus Heartbeats“ ihren Herzrhythmus und können sich bei auffälligen Messwerten (nach Bestätigung durch Telecare) an einen kooperierenden Kardiologen in ihrer Nähe wenden. Der Kardiologe versorgt sie mit einem aufklebbaren Telemetrischen EKG-System (welches bis zu 14 Tage getragen wird), um auf dessen Basis eine genaue Diagnose samt Therapieempfehlung zu stellen. Die Einführung des innovativen Programms wird von der Servicegesellschaft des Bundesverbandes niedergelassener Kardiologen unterstützt.

Umsetzung und Handling der Abrechnung übernimmt Preventicus Versorgungsmanagement vollständig.

„RhythmusLeben“ ist volldigital und fusst auf dem in 05/2019 novellierten SGB V §140a. Es handelt sich um ein für alle gesetzlichen Krankenkassen bundesweit verfügbares Angebot der GWQ.

Haben Sie Interesse oder Fragen? Eine Email genügt: sales@preventicus.com

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Klinisch evident, gesundheitsökonomisch evaluiert

Informationen zu Evidenz und  klinischen Studien finden Sie hier:
Über Preventicus » Studien

Das Programm wurde gesundheitsökonomisch evaluiert und hat im Ergebnis für Gesetzlichen Krankenversicherungen eine positive Kosteneffektivität innerhalb von ca. 3 Jahren. Das heißt, die Kosten für das Programm sowie die zugehörigen Therapiekosten sind kleiner als die Einsparungen der darüber vermiedenen Schlaganfälle.

Für Private Krankenversicherungen ergibt  sich eine positive Kosteneffektivität innerhalb von ca. 5 Jahren.

Volldigital,
pseudonym,
sicher

Eine Besonderheit von den Preventicus Versorgungsmanagement Programmen sind die vollständig digitalen Strukturen; sowie das pseudonymisierte Konzept mit einem Maximum an Datenschutz und Datensparsamkeit.

Versicherte schreiben sich per App digital in den BV-Vertrag ein, die persönlichen Daten bekommt und innehat allein die Versicherung. Preventicus und alle Leistungserbringer arbeiten vollständig pseudonym, d.h. ohne persönliche oder personenbezogene Daten des Versicherten zu kennen.

Das Programm aus Sicht Ihrer Versicherten

Wenn Sie von Ihrer Krankenversicherung zur Teilnahme an unseren Besonderen Versorgungsprogrammen eingeladen wurden, können Sie bei auffälligen Messungen ganz einfach von einer weiterführenden kardiologischen Diagnostik profitieren. Sie können mit dem Zugangscode auf dem Anschreiben direkt per App dem Besonderen Versorgungsvertrag beitreten (Voraussetzung: Erfüllung der Zugangskriterien) und sofort beginnen zu messen. Bei von Telecare bestätigten Auffälligkeiten werden Sie von kooperierenden Kardiologen in ihrer Nähe betreut. Dieser versorgt Sie mit einem aufklebbaren Telemetrischen EKG-System (welches bis zu 14 Tage getragen wird), um auf dessen Basis eine genaue Diagnose samt Therapieempfehlung zu stellen. Dieses Verfahren hat gegenüber einem Langzeit-EKG (welches in der Regel nur 18-24h getragen wird) den Vorteil, dass damit etwa dreimal mehr Vorhofflimmer-Verdachtsfälle bestätigt werden können. Dies liegt an der längeren Tragedauer, mit welcher sich sporadische Vorhofflimmer-Episoden wahrscheinlicher „einfangen“ lassen.

Hand in Hand - Bild 1
Hand in Hand - Bild 2

Unser Programm in 6 Schritten erklärt

Schritt 1

  • App herunterladen
  • Zugangscode eingeben
  • Programm beitreten
Versicherte ab 55 Jahren werden von ihrer Krankenkasse informiert und zu einem Screening auf absolute Arrhythmie (mit Verdacht auf Vorhofflimmern) per Smartphone-App eingeladen (Herunterladen der App, Eingabe Zugangscode), es erfolgt eine automatisierte Prüfung zur Erfüllung der Teilnahmekriterien aufgrund von Antworten auf Gesundheitsfragen (Lebensalter, CHA2DS2-VASc-Score, gegenwärtig blutverdünnende Therapie), bei Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen erfolgt direkt aus der App der Beitritt zum BV-Vertrag.  

Schritt 2

  • Regelmäßig messen
  • Telecare Spezialisten kontrollieren Auffälligkeiten
Bei positiven Messungen, d.h. Ergebnis absolute Arrhythmie, werden diese in einem Telecare-Center von Spezialisten auf Plausibilität und Artefaktfreiheit technisch überprüft. Erst wenn positive Messungen als technisch hinreichend bzw. ohne Artefakte bewertet werden, erhält der Versicherte die Information „Absolute Arrhythmie mit Verdacht auf Vorhofflimmern“.

Schritt 3

  • Bei bestätigten Auffälligkeiten: Kardiologen in der Nähe wählen
  • Ersttermin vereinbaren
Dem Anwender werden dann die Kardiologen in seinem Umkreis angezeigt, die am Besonderen Versorgungsprogramm teilnehmen und eine elektronische oder telefonische Terminvermittlung angeboten.

Schritt 4

  • Ersttermin: Anlegen des telemetrischen EKG Systems
  • Maximale Tragedauer 14 Tage
Der Kardiologe appliziert das bis zu 14tägige telemetrische Event-EKG System, welches in dieses Versorgungsprogramm eingebunden ist, um ein der absoluten Arrhythmie oft zu Grunde liegendes Vorhofflimmern auszuschließen oder zu diagnostizieren. Es handelt sich hierbei um ein kleines und direkt auf die Brust aufklebbares Gerät, welches auffällige EKG Daten sofort via Smartphone übertragen kann.

Schritt 5

  • Während der Tragezeit: Telecare Spezialisten kontrollieren Auffälligkeiten
Während der Tragezeit wird das bis zu 14tägige telemetrische Event-EKG ständig an das Telecare-Center übertragen, wo wiederum medizintechnische Spezialisten die auffälligen EKG-Segmente auf Plausibilität und Artefaktfreiheit technisch überprüfen. Kurz dem 2. Arztbesuch (spätestens nach 14 Tagen) wird dem Kardiologen vom Telecare-Center ein zusammenfassendes, artefaktbereinigtes und vorsortiertes Dossier (alle relevanten EKG Segmente zusammenfassend) übermittelt.

Schritt 6

  • Folgetermin: Kardiologe stellt Diagnose & Therapievorschlag
  • Zurück in die Regelversorgung
Nach Abschluss der Untersuchung wird der Patient vom Kardiologen bei diagnostiziertem Vorhofflimmern mit einer Therapieempfehlung (z.B. dauerhafte medikamentöse Blutverdünnung - genannt Antikoagulation - zur Schlaganfallprävention) zurück in die Regelversorgung geführt.